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30. September 2006 – 38. ADAC Barbarossapreis

30 September 2006 No Comment

Der achte Lauf 2006
30. September 2006

38. ADAC Barbarossapreis

Licht und Schatten…

…liegen eng beieinander…

es fing ganz gut an…

- das defekte Getriebe aus dem letzten Rennen konnten wir reparieren.

- mit Thomas Schmid vom “Stern von Willich” hatten wir einen starken Fahrer mit an Bord

- die Wettervorhersage sah gut aus

Wir wollten den BMWs von Black Falcon ein Schnippchen schlagen und Erster werden. Mit dem neuen Fahrwerk sollte das machbar sein, obwohl wir noch keine neue Bestzeit sahen beim letzten Rennen.

Freitags mittags beim freien Training wollten wir Thomas Schmid mit dem Auto anfreunden und ggf. das neue Fahrwerk noch etwas optimieren. Doch hier kam schon der erste Rückschlag. Nach ein paar Runden trat das gleiche Problem wie beim letzten Rennen auf, trotz Reparatur ähnliche Symptome: Das Getriebe ließ sich nicht mehr schalten. Und das trotz “Probefahrt” bei der RetroMotor durch Oli zwei Wochen vorher.

Thomas damit noch ohne einen Meter auf dem Auto… Abends dann in einer erstklassigen Aktion der Einbau eines anderen Getriebes. Das ganze Mechanikerteam hat klasse Arbeit geleistet, in allerbester Zusammenarbeit mit Thomas und Freddie sowie mentaler Unterstützung des übrigen Teams. Das neue Getriebe lies sich butterweich durchschalten, besser als jemals zuvor… Es ging also wieder bergauf.

Durch die technischen Probleme konnten wir erst am Samstag morgen zur Technischen Abnahme. Außerdem stand der Nürburgring im Nassen, der nächtlich gefallene Regen wollte auch nach den ersten Runden nicht von der Strecke abtrocknen. Wir mussten somit das gesamte Qualifying mit Regenreifen fahren. Durch die Überschneidungen mit dem Youngtimer Rennen, bei dem Thomas mit seinem zweiten Auto auch am Start war, kam er erst 15 Minuten vor Schluss ins Auto. Hier wäre die letzte Möglichkeit gewesen, mit Slicks rauszugehen und eine gute Positionierung rauszufahren, aber einen “neuen” Fahrer mit kalten Slicks auf die halbnasse Strecke… Daher blieb es bei einer dünnen 11:15 und damit einer Startposition 9 in der mit 16 Autos stark besetzten V4. So weit hinten sind wir schon lange nicht mehr gestartet. Zwischen dem erstplatzierten BMW von Black Falcon und uns lagen 34 Autos in der Startgruppe 3. Keine wirklich gute Ausgangsposition für einen Klassensieg…

Aber: nach Regen kommt Sonne, und auch hier… zum Rennen kam die Sonne raus, wir zogen Slicks auf, und schickten Jens in den ersten Stint… Und wie schon im letzten Rennen erlebt, pflügte sich Jens durchs Feld. Nach 5 Runden waren wir vierter in der Startgruppe, vor uns der BMW 416 von Böhm/Black Falcon, dahinter der 426er M3 von Dr. Stoltz/ Motte und der hellblaue 433 Gulf-BMW von Habeth. Nach langen Gelbphasen in den ersten Runden wurden die Zeiten auch schneller, einer 10:13 in Runde 5 folgte eine 10:05 in Runde 6. Neue Bestzeit!!! Bisher war bei 10:10 Schluss, mit dem neuen H&R Fahrwerk war jetzt doch endlich wieder eine Steigerung möglich.

In der Box bereiteten wir uns schon auf den Boxenstop vor, nach 7 Rennrunden sollte Roland einsteigen. Wir waren hochmotiviert und wollten ihn so schnell es geht wieder rausschicken um den Druck auf die beiden führenden BMW fortzusetzen. Jens hatte zu Beginn von Runde 6 bereits im Grand-Prix Kurs den 433 Gulf BMW geholt, wir gingen zudem davon aus, dass die BMWs auch alle nach Runde 7 in die Box kamen zum Tanken und Fahrerwechsel.

Zwei Minuten vor Boxenstop klingelt dann das Telefon…

“Jens” steht auf dem Display…

Kein gutes Zeichen wenn der Fahrer anruft….

Das Wichtigste zuerst, er ist gesund! Passiert ist folgendes: Nachdem er am Gulf BMW vorbei war klebte unser 190er die halbe Nordschleife am Heck von Dr. Stoltz im silbernen M3… Im Bereich Klostertal setzte Jens zum Überholen an und kam auch ganz gut vorbei… In der leichten Rechts nach der Mutkurve kam er dann bei hoher Geschwindigkeit knapp unter 200km/h auf eine Ölspur, die ein leckgeschlagenes Fahrzeug unmittelbar vor ihm auf die Bahn gezogen hat… In so einer Situation ist der Wagen nicht zu halten, Einschläge rundum, das Auto ist sozusagen “geglättet”, die Ecken sind rund… Mehr wissen wir noch nicht….

Größte Frustration in der Box, nach der Riesen-Aktion in der Nacht mit dem Getriebe… Roland dieses Rennen schon wieder ohne Einsatz, Thomas ohne Einsatz… kein Klassensieg… Auto platt… Saison zu Ende.

Nach der ersten Untersuchung auf der Hebebühne und auf der Vermessungsbühne bei Bolle steht so viel fest: Es sieht schlimmer aus, als es tatsächlich ist. Das Auto ist im Prinzip noch gerade, das Fahrwerk hat

recht gut überlebt, etwas Blecharbeit über den Winter und 442 wird weiterleben!..

Und, für die Motivation ganz wichtig: kein Auto in der V4 konnte in diesem Rennen unsere Bestzeit fahren!

Text: Eberhard

Hier nochmal Bilder der oben genannten Wettbewerber. Vlnr: Dr. Stoltz/ Motte (425), Böhm/ Black Falcon (416), Habeth/ Dietz (433).

(copyright wie auf den Bildern vermerkt)

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