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19. Juli 2008 – 6h ADAC Ruhrpokal Rennen

19 Juli 2008 No Comment

Der siebte Lauf 2008

19. Juli 2008

6h ADAC Ruhrpokal Rennen

Am 18./19.07. war es wieder soweit: Der Saison-Höhepunkt der VLN 2008 stand an, das Ruhrpokal 6h Rennen.

Nach dem Gasteinsatz vom Thomas Schmid vom „Stern von Willich“ beim letzten Lauf als Fahrer bei AMCT Racing und dem erfolgreichen 3. Rang nach 1,5 Jahren unfallbedingter Rennpause wurden diesmal die Rollen getauscht und Jens Thiemer schlüpfte in die Rolle des Gastfahrers beim „Stern von Willich“. Neben Jens war als dritter Fahrer Jürgen Bäumler genannt, ein alter Weggefährte von Jens und Thomas aus Zeiten bei den Mercedes-Benz Fahrertrainings.

Als Fahrzeug stand für den harten Einsatz die bewährte und erfolgreiche EMMA bereit, ebenfalls ein Mercedes 190E 2,5-16, aber in der EVO 1 Spezifikation.

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Alles in allem also ein starkes Fahrerteam, welches von der gewohnt professionellen Technik- und Supportgruppe vom „Stern von Willich“ unterstützt wurde. Die Erwartungen waren demnach hoch angesetzt; vor allem nach dem 3. Platz im letzten Rennen sollte auf jeden Fall wieder ein Podiumsplatz her.

Der Freitag verlief regenfrei. Thomas checkte das Auto, Jens und Jürgen fuhren sich ein. Totale Begeisterung bei Jens: Das Auto, obwohl baugleich zu unserem 190er, hat eine ganz anderen Charakteristik, ist weicher und ruhiger sowie dabei auch noch schneller zu fahren. Ob sich dieses subjektive Gefühl auch in den Zeiten wieder spiegeln sollte, würde sich am Samstag zeigen müssen.

Am Samstag dann beim Fahrer-Briefing Ansage durch Rennleiter Horst Golombek: 50% Regenwahrscheinlichkeit „wet race“ – ein Reifenpoker also.

Das Qualifying verlief entgegen der Erwartungen noch trocken: Thomas im ersten Stint 10:12, Jens im zweiten 10:16 und Jürgen im dritten 10:31. Keine großer Begeisterung bei den Dreiern, aber immerhin reichte es für Startplatz 4 in der Klasse von 14 gestarteten Autos. Nach Jens Bestzeit im letzten Rennen von 10:26 aber immerhin wieder ein Schritt in die richtige Richtung, wenn auch mit einem anderen Auto.

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Kurz vor Rennstart dann schlug das Wetter um: Regen zog auf und das Starterfeld startete zu 1/3 auf Slicks (mutige Entscheidung), 1/3 auf Interims (im Nachhinein die beste Entscheidung) und zu 1/3 auf Regenreifen. Thomas entschied sich für die sichere Variante und ließ Regenreifen aufziehen.

Da es in der ersten Runde noch nass war, konnte Thomas direkt nach dem Start auf Platz 1 der Klasse vorfahren, musste aber bei abtrocknender Strecke bereits auf der Döttiner Höhe den Black Falcon BMW wieder ziehen lassen. Durch die nachlassenden Regenreifen auf inzwischen komplett trockener Fahrbahn fiel Thomas auf Regenreifen in den kommenden 3 Runden auf Platz 4 zurück und steuerte die Box an, um sich einen Satz frischer Slicks zu holen.

Zurück im Rennen konnte er Plätze gut machen, stellte am Fahrzeug aber eine deutliche Unwucht an der Vorderachse fest, so dass er sich entschied, zum Sicherheitscheck nochmals die Box anzusteuern: Alle Reifen waren fest, also musste er mit der Unwucht leben. Zurück im Rennen kämpfte er sich, inzwischen zurückgefallen auf Platz 9 auf Platz 5 zurück.

Nach 12 Runden wechselte Jürgen ans Steuer. Während seines Stints fuhr er Zeiten um 10:30 und konnte auf komplett trockener Fahrbahn während seiner 9 Runden auf Platz 4 vorfahren.

Dann übernahm Jens das Steuer; der Blick zum Himmel zeigte nichts Gutes, es wurde immer dunkler. Das Team hatte ihm noch einen neuen Satz Slicks aufgezogen, um das Unwuchtsproblem endgültig zu lösen, doch bereits nach zwei schnellen Runden kam Jens Mitte der Döttinger Höhe in einen Wolkenbruch, durch den viele Autos im Rennen in schwere Unfälle mit anschließenden Ausfällen verwickelt wurden. Zum Glück war die Box nicht weit und Jens konnte direkt zum Reifenwechsel ohne den Zeitverlust einer langsamen Runde. Auf Regenreifen absolvierte er 4 weitere Runden, zeitlich aber aufgrund der nassen Strecke leider keine Referenz zu den bekannten Zeiten. Nachdem die Strecke auf der Ideallinie wieder komplett abgetrocknet war, kam Jens erneut zum Reifenwechsel auf Slicks – in der Hoffnung, das Rennen im Trockenen zu Ende fahren zu können. In dieser Runde konnte er dann auf Platz 3 vorfahren, doch leider fing es 20 Minuten vor Schluss schon wieder an zu regnen, so dass diese Minuten zum absoluten Vabanquespiel wurden. Nach einem Dreher in der Hohenrain Schikane reduzierte Jens radikal das Tempo und trug das Auto auf Slicks in der letzten Runde um die Strecke. Platz 3 wurde so erfolgreich abgesichert.

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Nach der Auslaufrunde dann die große Überraschung: Technische Nachuntersuchung. Wir wissen bis jetzt nicht, ob durch einen Protest oder durch eine Stichprobenkontrolle. Allerdings war die ruppige und arrogant-aggressive Art der technischen Kommissare schon bemerkenswert.

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Während der 3h dauernden Prozedur wurde die Preisverleihung in der V4 ausgesetzt, am Ende konnten wir aber die Pokale für Platz 3 glücklich in Empfang nehmen.

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Wahrscheinlich war die Kontrolle eine Reaktion auf den bemerkenswerten Erfolg der Mercedes-Teams in der V4, die sonst bereits seit einiger Zeit von den BMWs dominiert wird. Im letzten Rennen bereits Platz 2 und 3 für Mercedes 190E 2,5-16, in diesem Rennen dann Platz 3-5 für die Mercedes Teams. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle an Dirk Roth und Andreas Schettler zum 4. Rang und an das Stuttgarter Mercedes Team Hempel/Stecher zum 5. Rang.

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Dass erfolgreiche 190er den Organisatoren und Wettbewerbern aufgrund ihres Alters und ihrer andauernden Performance bereits seit längerer Zeit ein Dorn im Auge sind, ist in der VLN bekannt. Dies zeigt einerseits das Verbot dieser Fahrzeuge in der Serienklasse ab 2010, andererseits das Verhalten der Kommissare bei der technischen Abnahme und eventuellen Nachkontrollen sowie die von Jahr zu Jahr BMW-lastiger werdende Auslegung des Reglements in der Klasse.

Um so wichtiger ist es uns, dass wir die beiden letzten verbleibenden Saisons 2008 und 2009 dazu nutzen, den BMWs mit unseren „alten Eisen“ noch mal richtig zu zeigen, wo der Barthel den Most holt.

Im September heißt das Ziel daher: Klassensieg für Mercedes in der V4, idealerweise direkt den Doppelsieg für die Marke – egal in welcher Konstellation!

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Thomas und sein Team vom „Stern von Willich“; vor allem auch an alle Techniker für das perfekt vorbereitete und betreute Auto sowie die exzellente Gesamtkoordination rund um Wilma.

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Oli diesmal stressfrei, da nur als Zuschauer unterwegs, daneben Johann und Dr. Klaus Thiemer

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